Das erste "Bergfuir"

Im großen Schotterfeld der „Vierer“, dem sogenannte Gamskar, wurde am Vorabend der Glockenweihe (13. Juni 1948) das erste dokumentierte Bergfeuer in Ehrwald abgebrannt.

Nach langer Suche gelang es uns das nebenstehende Foto von diesem Ereignis aufzuspüren und wir sind stolz darauf es in unserer Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsen­tieren zu dürfen.

Kurz darauf fiel uns ein Zeitungsausschnitt in die Hände, welcher angab, dass bereits am 18. August 1910 ein Bergfeuer in Ehrwald abgebrannt wurde. Dies anlässlich des 80. Geburtstages von Kaiser Franz-Josef, so wie in anderen Ortschaften. Aus den Zeitdokumenten ergibt sich jedoch, dass es sich dabei um Gipfel- und Gratbefeuerungen handelte. Somit ist das Bergfeuer von 1948 nach aktuellem Kenntnisstand das erste motivliche Bergfeuer, in der heute noch üblichen Tradition.
Auch von Paul Kerber (vulgo „Multscher“) kann an dieser Stelle ein zeit­ge­nös­sisches Foto (1949) gezeigt werden. Er war es, der mit seiner Gruppe dieses  Bergfeuer am Abend des 12. Juni 1948 entzündet hat. Benutzt wurden hierzu Konser­ven­dosen (wahrscheinlich Fisch­dosen) mit ca. einem Liter Inhalt, welche mit Sägemehl und Öl gefüllt wurden. Im Schotter ausgelegt zu den beiden Figuren – einer Glocke und einem Kreuz darüber – wurden sie nach Einbruch der Dunkelheit entzündet.

Quellen:

  • Familie Karin & Luis Schretter, Ehrwald

  • Innsbrucker Nachrichten vom 19. August 1910  sowie ein Ausschnitt unbekannten Ursprungs

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